GayLesen

… Geschichten die über den Regenbogen führen

Learning to Love – Felice Stevens

Obwohl Gideon es in seiner Kindheit und Jugend schwer hatte und seine beruflichen Aussichten mehr als fragwürdig waren, hat es der junge Koch und Caterer geschafft. Fern von New York hat er sich durchgebissen und sich zu einem erfolgreichen Geschäftsmann gemausert. Nun ist er zurück in New York und will es allen beweisen, die ihn in seiner Jugend unterschätzt und herablassend behandelt haben. Vor allem Jonah, dem Sohn des Rabbis. Dabei erlebt Gideon jedoch eine Überraschung, die ihm schier den Boden unter den Füssen entzieht.

Denn Gideon verkennt Jonah völlig. Der hat doch nicht Recht studiert, sondern ist ebenfalls Rabbi geworden und soll die Gemeinde seines Vaters übernehmen. Doch Ari ist noch nicht wirklich bereit Jonah das Amt zu überlassen, auch wenn er etwas anderes sagt. Jonah hingegen hat nur auf Gideons Rückkehr gewartet und selbst versucht ihn zu finden. Doch Gideon war wie vom Erdboden verschluckt. Dabei hat Jonah ernsthafte Gefühle für ihn und versucht sich dem trotzigen und oft störrischen Gideon zu nähern. Von Jonahs Gefühlen und Geständnis ist Gideon vorerst überfordert und versucht den jungen Rabbi so gut wie möglich auf Distanz zu halten. Doch angesichts seiner eigenen, unterdrückten Gefühle für Jonah ist das sehr schwierig.

Diese Geschicht gibt/gab es bereits als Kurzgeschichten-Beitrag für ein Charity-Projekt, das von der Autorin mit Anderen zu Weihnachten veröffentlich wurde. Schon als KG war die Geschichte von Jonah und Gideon schön zu lesen. Doch jetzt hat Felice Stevens ein kleines Juwel daraus gemacht. Die Story bleibt gleich, doch jetzt bekommen Jonahs Vater Ari und Gideons Geschäftspartner Rico etwas mehr Platz. Und natürlich wird viel eindrücklicher und umfangreicher erzählt wie der ruhige, beständige Jonah den um sich schlagenden und unsicheren Gideon für sich gewinnt.

Beide Protagonisten sind sehr schön, intensiv und ausführlich beschrieben. Man lacht, man leidet, man versteht. Sie sind jeder für sich sehr speziell und besonders, aber auch als Paar sehr angenehm und sympathisch. Vor allem Jonah hat es mir angetan, der sich wirklich ein großes Projekt vorgenommen hat. Gideon ist aufgrund seiner Kindheit sehr vorsichtig und mißtrauisch geworden; ständig hadert er mit seinen Schwächen und fühlt sich auch immer wieder unterlegen. Egal wie erfolgreich er ist und egal wer ihn vom Gegenteil überzeugen will. Doch Jonah gelingt es sanft, aber bestimmt diesen Selbstschutz aufzubrechen. Dabei hat Jonah ebenfalls Selbstzweifel und erst mit der Unterstützung von Gideon gelingt es ihm diese zurückzudrängen.

Hierfür gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung!

 

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Ein Gedanke zu „Learning to Love – Felice Stevens

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